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Regelmäßige Kurse
Jeden Donnerstag Meditationsabend 18:30 bis 21.30 Uhr Jeden Mittwoch Chöd Heilzeremonie 10:00 bis 12:00 Uhr
Einsteiger sind gerne Willkommen
| Indienreise Reisebericht |
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Eine Reise in das tibetische IndienWir sind in Delhi gelandet und werden von unseren Fahrern abgeholt. Unsere Reisegruppe besteht aus sieben Frauen und unserem Reiseführer, Bran O. Hodapp, der schon einige Male in Indien war.
Wir fahren los; der erste Eindruck von Delhi morgens um 5:00 Uhr: es stinkt, überall liegt Müll, Delhi scheint chaotisch und unendlich arm zu sein. Beeindruckend war die Fahrweise unserer beiden indischen Fahrer. Ständiges Hupen, knappe Überholmanöver, ständiges Ausweichen vor irgendwelchen Hindernissen. Ich versuche mich auf die Landschaft zu konzentrieren. Es dämmert, die Straßen beleben sich zusehends. Fahrräder, Fahrradrikschas, Mopeds, Motorräder, Esel- und Ochsenkarren, Trecker, LKW s , Tuk Tuks, und Autos. Längst habe ich aufgehört mich zu fragen, wie verkehrssicher wohl die Fahrzeuge sind, und ob es so was wie ein zulässiges Gesamtgewicht gibt. Es ist noch Trockenzeit in Indien. Die Farben gehen von allen Grüntönen bis ins Braune. Es blüht noch wenig. Wir sehen Getreide-, Gemüsefelder, Zuckerrohrplantagen. An den Straßen reihen sich die Geschäfte aneinander. In kleinen Betonkästen, ähnlich unseren Garagen werden Waren aller Art angeboten. Überwiegend Männer sind auf den Straßen zu sehen. Umso auffallender, Frauen in ihren leuchtenden Saris. Und immer wieder diese Armut, Stroh und Blechhütten, Menschen in Lumpen gekleidet. Nach 8 Std. Fahrt erreichen wir unser erstes Ziel Dehradun.
Dehradun Dank der guten Beziehungen unseres Reiseleiters Bran zum Sakya Center, werden wir am nächsten Tag von Karma Tsering, einem Mönch, abgeholt. Wir fahren nach Clement Town, dem tibetischen Viertel in Dehradun. Sofort wird es ruhiger, geordneter, das Chaotische scheint vor dem tibetischen Viertel halt zu machen. Wir schauen uns Tempel aller vier Richtungen (Gelug-, Kagyü-, Sakya- und Nyingmapa- Tradition) an. Unsere erste Begegnung in Clement Town ist unglaublich und etwas ganz besonderes: Nechung Kuten La, das Orakel des Dalai Lama empfängt uns. Wir überreichen Katak zur Begrüßung um unsere Ehrerbietung zu erweisen. Er begrüßt uns indem er jeden von uns am Kopf berührt. Eine faszinierende Ausstrahlung geht von Lama Kuten La aus, die durchdringend für mich ist und mich in meinem tiefsten Innern erreicht. Das Orakel,Lama Kuten La, wird zu allen wichtigen Entscheidungen, vom Dalai Lama befragt. Dazu geht Lama Kuten La in Trance, in der Pehar, eine Gottheit, von ihm Besitz ergreift, und Pehar durch Kuten La spricht. In Trance entwickelt Lama Kuten La unglaubliche Kräfte, er tanzt mit einem 40 kg schweren Hut auf dem Kopf und ist in der Lage Eisenschwerter zu verbiegen. Im Gespräch mit Nechung Kuten La lädt Bran ihn zu uns ins Zentrum ein. Er sagt zu!! Den ganzen Tag stehe ich noch unter dem Eindruck dieser Begegnung.
Losar in Dheradun
Die vorbereitenden Zeremonien für Losar (dem tibetischen Neujahr) sind im vollen Gange, und wir dürfen daran teilnehmen. Morgens um 5:00 Uhr beginnen die überwiegend jungen Mönche Vajrakilaja und Mahakala Texte zu rezitieren. Begleitet von Trommeln, Trompeten und Becken entsteht eine hohe Energie. Der Tag vor Losar ist geprägt von den Schwarzhuttänzen, die mit Hilfe der Dharmaschützern (Wolf, Tiger, Hirsch), die Dämonen des vergangenen Jahres bannen und in einer Feuerpuja verbrennen, und somit das Vergangene gereinigt wird. Die Zeremonien werden von seiner Heiligkeit Sakya Trizin und seinen beiden Söhnen geleitet. Am nächsten Tag haben wir eine Privataudienz!! bei seiner Heiligkeit Sakya Trizin und zwar jeder! Er nimmt sich tatsächlich die Zeit, jedem von uns auf unsere Fragen, Anliegen und Wünsche zu antworten. Eine weitere intensive und bewegende Begegnung, die nicht in Worte zu fassen ist. An Losar sitzen wir in einer Reihe mit der königlichen Familie in der Gompa des Sakya Tempels. Die Ehren, die uns zuteil werden, reißen nicht ab. Die Zeremonie ist heilkräftig, voller Energie. Vor der Gompa warten Hunderte von Tibetern um nach der Zeremonie s.H. Sakya Trizin und seinen Söhnen ihre Ehrerbietung zu erweisen, und um deren Segen zu bitten. Anschließend sind wir zum Essen im Palast seiner Heiligkeit eingeladen. Wieder verdanken wir es Bran, unserem Reiseleiter, und seinen guten Kontakten zum Sekretär seiner Heiligkeit und zu seiner Heiligkeit Sakya Trizin selber.
Tso Pema,Padmasambhava und der heilige See Auf zur nächsten Etappe unserer Reise. Um 5:00 Uhr morgens fahren wir Richtung Rewalsar los. Immer am Fuße des Himalayagebirges entlang, Serpentinen ohne Ende. Wir haben wunderschöne Aussichten ins Gebirge. Überall wird Gemüse, Reis und Getreide in Terrassen angebaut. Wir sind schon sehr hoch im Gebirge, die Landschaft ist verkarstet und wir sehen nur wenig Vögel oder andere Tiere. Die Gegend um Shimlar scheint deutlich reicher zu sein, Häuser, und Straßen sind gepflegter als anderswo. Nach 13 Stunden Fahrt erreichen wir Rewalsar. Unser erster Blick fällt auf eine riesige Statue von Padmashambava, die über den ganzen Ort blickt. Beeindruckend. Wir beziehen unsere Quartiere im Kloster in Tso Pema. Einfache Zimmer, mit einem Stehklo und kalten Duschen (bei mir zumindest). Den Blick, den wir direkt von unseren Balkon auf Padmashambava und den heiligen See haben, ist großartig. Der Ort ist von Tibetern geprägt. Wir entdecken ein nettes tibetisches Restaurant. Eines unserer Lieblingsgerichte sind Momos, das sind mit Gemüse, Käse oder auch Fleisch (von Fleisch haben wir allerdings die Finger gelassen) gefüllte Nudeltaschen. Dazu werden verschiedene zumeist scharfe Saucen gereicht. Meistens haben wir Chai getrunken, den typisch tibetischen Tee aus Schwarztee, Milch und meist viel Zucker. Ein Essen kostet zwischen 40 und 70 Rupees (65 Rupees sind ein 1 €) Chai kostet so zwischen 10 und 20 Rupees. Wir umrunden immer wieder wie viele Tibeter den heiligen See, von dem erzählt wird, dass der König den Yogi Padmashambava verbrennen lassen wollte, da sich seine Tochter Mandarava in ihn verliebt hatte, Padmashambava aber nur ein einfacher Yogi war. Sieben Tage versuchte der König Padmasambhava verbrennen zu lassen, jedes Mal fing es an zu regnen, der See entstand, sodass des Königs Vorhaben scheiterte. Der König erkannte Padmashambavas hohe Fähigkeiten und bot ihm seine Krone und sein Reich an. Padmashambava wollte aber nur Mandarava. In einer Höhle, nahe dem See, ist ein Abdruck im Fels von der Hand Mandaravas zu sehen; hier soll sie sich im Fels festgehalten haben, in dem Augenblick, in dem ihr Vater versuchte Padmashambava zu verbrennen. Ebenso ist ein Abdruck von Padmashambava zu sehen als er sich gegen den Felsen lehnt. Eindrucksvoll sind die Tibeter, die mit ihren Gebetsmühlen, ihrer Mala unermüdlich um den See ziehen, in ihrer tiefe Religiösität, der Einfachheit und Bescheidenheit, die aus ihren Gesichtern und ihrer Haltung spricht. Am nächsten Tag haben wir eine Audienz bei Ontul Rinpoche. Er lebte seit seiner Flucht 1960 zunächst in den Höhlen in Tso Pema, entdeckte in dieser Zeit die Mandarava Höhle und ist Begründer des Klosters, das seit 1970 besteht.
Padmasambhavas Höhlen Später fahren wir zu den Höhlen in denen Padmashambava gelebt hat. Die ersten drei Höhlen sind miteinander verbunden. In der mittleren Höhle befindet sich eine riesige Statue von Padmashambava die sich in den Felsen schmiegt. In der letzten Höhle ist eine Statue von Mandarava. Bran praktiziert dort mit uns, eine beträchtliche Energie entsteht; außergewöhnlich!! Wir besichtigen die geheime Höhle von Padmasambhava, in der viele Butterlampen eine enorme Wärme erzeugen. In der nächsten rußgeschwärzten Höhle hat an der Decke Padmasambhava seinen Fußabdruck tief im Felsen hinterlassen. Rund um diese Höhlen gibt es noch ca. 30 Weitere, die für Retreats genutzt werden. Ein besonderer Ort mit einer besonderen Ausstrahlung, von dem ich mich nicht trennen möchte.
Dharamsala - Mc Leod Ganj Wir fahren weiter nach Dharamsala. Auf unserem Weg sehen wir unter anderem Bananenstauden und Teeanbau. Kommt man in Mc Leod Ganj an, so muss man über einen Verkehrsknotenpunkt, an dem sich alles trifft. Es werden Busse entladen, aus zahlreichen Taxis steigen Menschen ein und aus, alleine dieser Ort lädt zum Verweilen ein. Von einem nahe gelegenen Restaurant können wir diesem ständigen Treiben zuschauen. Später bummeln wir durch die Straßen, an zahlreichen Geschäften vorbei, bis zum Tempel und dem Sitz des Dalai Lama. Ein eher unspektakulärer Bau aus den 70er Jahren. Am nächsten Tag haben wir uns das Nechung Kloster angeschaut, in dem Nechung Kuten La in Trance fällt um durch Pehar zu sprechen. In einem Nebenraum des Klosters steht eine Statue der Gottheit Pehar, von der eine ungewöhnliche Kraft ausgeht. Von diesem Ort konnte ich mich nur schwer losreißen, doch wir wollten noch zum Men-Tsee-Khang, dem tibetischen Krankenhaus um bei einer Ärztin eine Pulsdiagnose durchführen zu lassen. Das tibetische Krankenhaus ist hygienisch gesehen weit von unserem Vorstellungsvermögen entfernt. Die Ärztin, die bei uns die Pulsdiagnose durchgeführt hat, war allerdings sehr kompetent und für jeden von uns war ihre Diagnose aufschlussreich. Unsere mitgebrachte Kinderkleidung brachten wir in dem Kinderdorf für tibetische Flüchtlingskinder vorbei, welches von unserem Zentrum finanziell unterstützt wird. Hier noch einmal ein Dank an alle Spender, denn Bran konnten dem Sekretär des Dalai Lama einen Scheck über € 10.000,- für das Kinderdorf übergeben. Noch ein weiteres besonderes Erlebnis ist das Treffen mit Karma Lhundup, der mit uns Chöd praktizierte.
Rückfahrt nach Delhi Nach ereignisreichen Tagen und ausgiebiger Shoppingtour fahren wir nach Delhi zurück. Wir übernachten noch zweimal im tibetischen Viertel von Delhi. Schmale Gassen, die nur durch Rikschas „beschoben“ werden können, engen uns ein. Für uns ist es unvorstellbar, hier zu leben, in dieser Enge, dem Gestank und mit nur wenig Tageslicht. Mit Rucksäcken und Koffern voller Mitbringsel, Andenken und Souvenirs, vor allem aber mit Erinnerungen und Eindrücken von diesem Land und den Begegnungen mit so vielen besonderen Menschen, fliegen wir am 7.03.2009 nach Deutschland zurück. Iris eine Mitreisende sagte während unserer Reise immer wieder mal so aus tiefsten Innerem „Was für eine tolle Reise“. Im Namen aller Mitreisenden danke ich Regina, die viel organisiert hat und als die rechte Hand von Bran unentbehrlich ist. Und natürlich unserem Reiseleiter und Lama Bran, der uns auf diese Reise mitgenommen hat und uns diese vielen Begegnungen und zahlreichen tief greifenden Erlebnisse ermöglicht hat. Antje (nachhaltig beeindruckte Mitreisende) |